Diese Seite drucken

Hängematte

Der Ursprung der Hängematte befindet sich in Mittelamerika. Von den Mayas entwickelt wurde die Hängematte von verschiedenen Kulturen immer weiter entwickelt und verfeinert. Im Goldmuseum von Bogota gibt es heute noch eine Minitaturhängematte aus Gold und dient als Beweis, dass der Urprung der Hängematte in Mittel- und Südamerika liegt. Anfangs nur aus dicken Lianen geknüpft und daher sehr grobe Netzhängematte ist heute eines der angenehmsten Möbelstücke.

Mit der Entdeckung Amerikas durch Seefahrer startete die Hängematte ihren Siegeszug um die Welt. Von Matrosen auf Schiffen eingesetzt war sie ideal um das ständige Schwanken auszugleichen. Auch wenn die See noch so rauh war die Besatzung konnte wesentlich ruhiger in der Hängematte schlafen als in einem herkömmlichen Bett. Ein weiterer wesentlicher Vorteil auf Kriegsschiffen war, dass die Hängematte viel weniger Platz in Anspruch nahm.

Heute ist die Hängematte in unseren Breitengraden ein beliebtes Gartenmöbel oder Möbelstück für eine Wohnung. Vom Komfort sind diese mit der urpsünglichen Hängematte nicht mehr vergleichbar. Eine echte brasilianische Hängematte ist sehr breit und eine Hängematte aus Mexiko ist besonders eng geknüpft. So zählen diese Hängematten so den bequemsten Varianten. Im nordamerikanischen Raum wurde die Hängematte mit Spreizstäben versehen. Dies bringt den Vorteil, dass diese nicht mehr so breit sein muss aber eine solche Hängematte ist wesentlich unruhiger als eine gute Hängematte aus Brasilien oder Mexiko. Dafür sind Stabhängematten im "american style" (rod hammocks) echte Hingucker.

Neben den Entwicklungen in Südamerika kam die Hängematte auch bis nach Asien. Auch dort wurde die Technik der mexikanischen Netzhängematte übernommen und fand ihre Verbreitung.